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Oldenburger Kunstverein Historie des OKV |
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Veranstaltungskalender: Ausstellungen,
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Historie des OKV
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Umgestaltung
des OKV
im
4.Quartal 2007
NEUER RAHMEN FÜR DIE KUNST
Begrüßungsansprache zur feierlichen Wiedereröffnung Fotogalerie des Kunstvereins und der Eröffnungsfeierlichkeiten Rückblick
auf die Planung der Neugestaltung
NEUER RAHMEN FÜR DIE KUNST Architekturbüro Kühn Malvezzi gestaltete Oldenburger Kunstverein um 16. November 2007 - Ein großzügiger Kunstraum ohne Winkel und Nischen, Verdoppelung der Wandhängefläche, eine völlig neue Eingangssituation: Das Ausstellungsgebäude des Oldenburger Kunstvereins (OKV) hat ein neues Erscheinungsbild. Das Berliner Architekturbüro
Kühn Malvezzi, das sich unter anderem mit einer Reihe von Museums-
und Kunstbauten international einen Namen gemacht hat, modernisierte
den sanierungsbedürftigen Bau aus den 60er Jahren, so dass er ästhetisch
und funktional den Erfordernissen des zeitgenössischen Kunstbetriebes
gewachsen ist. Das neu gestaltete Gebäude in direkter Nachbarschaft zum historistischen Augusteum, dem ersten Kunstmuseum Oldenburgs, wird am 16. November in einer Festveranstaltung mit dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann und dem früheren Bundespräsidenten Roman Herzog eingeweiht. Zugleich wird die Ausstellung „The new Painting“ der jungen finnischen Fotokünstlerin Elina Brotherus eröffnet, deren aktuelle großformatige Arbeiten als Antwort auf die klassischen Fragen der Malerei verstanden werden. Ab 17. November ist der OKV wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der 1843 gegründete Oldenburger Kunstverein gehört zu den wegweisenden unabhängigen Einrichtungen für Gegenwartskunst in Nordwestdeutschland. Mit seinen Ausstellungen wichtiger nationaler und internationaler künstlerischer Positionen ist er überregional anerkannt. Da er nur in sehr kleinem Umfang aus öffentlichen Mitteln gefördert wird (rund 10 Prozent des Gesamtetats), musste er auch für die Finanzierung des Umbaus ein besonderes Konzept finden: Er verkaufte aus der eigenen Sammlung Erich Heckels „Mittag in der Marsch“. Das Gemälde, das seit den 1950er Jahren im Landesmuseum Oldenburg für Kunst und Kulturgeschichte als Dauerleihgabe zu sehen ist, wurde in einer Gemeinschaftsaktion des Landes Niedersachsen, der Kulturstiftung der Länder und der Oldenburger Wirtschaft für das Landesmuseum gekauft. Der Erlös von 300 000 Euro sicherte dem Oldenburger Kunstverein den größten Teil der Umbau-Finanzierung. Weitere 100 000 Euro kamen von der Stiftung Niedersachsen. Den Rest steuerten ortsansässige Sponsoren bei. Finanzielle Unterstützung kam im Einzelnen von: Stiftung Niedersachsen, Land Niedersachsen, Kulturstiftung der Länder, Bremer Landesbank, EWE und EWE Stiftung, Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg, VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und Raiffeisenbank Oldenburg und Oldenburgische Landesbank, das Hotel Altera und die Ernst Schnetkamp Beteiligungs GmbH. Außerdem gab es zahlreiche Sachspenden von Firmen aus Oldenburg und Umgebung: Firma Friedrich Ahlers , Baumschule Bruns, Möbel Behrens, Firma Coldewey, Bedachungsunternehmen Heick und Firma Cassens. Zurück zum SeitenanfangBegrüßung durch die Vorstandsvorsitzende Gertrude Wagenfeld-Pleister zur feierlichen Wiedereröffnung des Oldenburger Kunstvereins am 16. November 2007
Diese Tatsache beweist die Offenheit unserer Stadt für Engagement, Kreativität, Provokation, Kritik, Sensibilität und alle weiteren Funktionen, Eigenschaften und Merkmale, die die zeitgenössische Kunst ausmachen. Es ist eine wunderbare Erfahrung, dass gerade die wichtigsten Institutionen aus Wirtschaft und Gesellschaft unserer Region und unseres Landes dieses Bekenntnis abgeben. Und es ist eine ganz besondere Auszeichnung, dass Sie, Herr Bundespräsident Professor Herzog, unseren Kunstverein durch Ihre Bereitschaft, den Festvortrag zur Einweihung unseres neuen Ausstellungsraumes zu halten, auch von höchster bundesweiter Kompetenz den Segen geben. Unser heutiges Fest steht im Zeichen der Kontinuität der Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Angefangen hat unser Kunstverein im Augusteum. Sein heutiges Profil erhielt er nach Verkauf des Augusteums an das Land Niedersachsen und dem Einzug in dieses Gebäude vor fast vierzig Jahren. Der Auftrag war eindeutig – die neue, noch nicht etablierte Kunst, sollte in Oldenburg ihr Forum finden. Diesen, der modernen Kunst verpflichteten Auftrag haben wir so erfolgreich erfüllt, dass uns heute ein zu seiner Zeit avantgardistisches Bild die Zukunftsfähigkeit sichert. Mit Unterstützung der Oldenburgischen Kreditanstalt, heute Bremer Landesbank, hat der Oldenburger Kunstverein in den fünfziger Jahren das Bild „Mittag in der Marsch“ von Erich Heckel erworben. Auf Grund der Verfehmung als entartete Kunst im dritten Reich war die Auseinandersetzung mit den Expressionisten in den fünfziger Jahren in Deutschland eine Voraussetzung für das Verständnis zeitgenössischer Kunst. Auf diese Brücke des Verständnisses hat unser Ehrenvorsitzender, Dr. Ummo Francksen, den ich heute Abend herzliche begrüße, immer wieder hingewiesen. Der Erwerb erfolgte mit der Auflage, das Bild als Dauerleihgabe dem Landesmuseum zur Verfügung zu stellen, und so hängt es heute, viel bewundert, gegenüber im Prinzenpalais. Das Programm des Oldenburger Kunstvereins wurde seitdem insbesondere unter dem Vorsitz unseres Ehrenvorsitzenden Peter Reimers, immer aktueller und internationaler. Mit der Freude, lieber Peter, dass Du heute mit uns bist, verbinde ich auch den Dank für die gemeinsame Arbeit und Deine Unterstützung für das heute gefeierte Projekt. Unser Ausstellungsprogramm wurde immer jünger, doch der nagende Zahn der Zeit machte unser Gebäude immer älter. Mit einer Eigenfinanzierungsquote zwischen 80 und 90 % reichte das Geld immer nur knapp aus, um den laufenden Ausstellungsbetrieb zu finanzieren – für die Instandhaltung des Gebäudes blieb einfach kein Geld. Dies führte zu einem Investitionsstau, dessen negative Auswirkungen auf die Nutzungsmöglichkeiten unseres Gebäudes immer drückender wurden. Ein erstes Einsehen in unsere wachsende Notlage hatte die Stiftung Niedersachsen, die uns einen Zuschuss in Höhe von hunderttausend Euro in Aussicht stellte. Voraussetzung war allerdings, dass die Gesamtsanierung gesichert war. Erste Schätzungen ergaben ein Sanierungsvolumen von an die vierhunderttausend Euro. Woher sollte der Rest kommen? Unser einziger Hoffnungsschimmer lag in unseren Eigentumsrechten an dem Bild von Erich Heckel. Allerdings war uns auch klar, dass das Bild in Oldenburg bleiben musste. Und so kamen wir – insbesondere ermutigt durch Herrn Rimpler, damals im Vorstand der Bremer Landesbank gemeinsam mit Herrn Prof. Küster vom Landesmuseum auf die Idee, die Eigentumsrechte gegen die Zahlung von dreihunderttausend Euro auf das Landesmuseum zu übertragen und damit den Besitz des Bildes für Oldenburg endgültig zu sichern. In einer grandiosen Gemeinschaftsaktion wurden die Mittel von der Kulturstiftung der Länder, dem Land Niedersachsen und herausragenden Oldenburger Unternehmen, der Bremer Landesbank, der EWE, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Öffentlichen Versicherung aufgebracht. Das Geld floss direkt an das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, und dann an uns weiter – und so war die Finanzierung der Sanierung des Oldenburger Kunstvereins gesichert. Dafür, dass das möglich wurde, möchte ich Ihnen, lieber Herr Rimpler, sowie Herrn Dr. Kaulvers von der Bremer Landesbank, Herrn Dr. Brinker von der EWE, Herrn Grapentien von der LZO und Herrn Thole von der Öffentlichen Versicherung, Frau Pfeifer-Poensgen von der Kulturstiftung der Länder und Ihnen, sehr geehrter Herr Minister Stratman für das Land Niedersachsen, sehr herzlich danken. Das Schöne ist: Das Bild, das so viel bewirkt hat, hängt immer noch am selben Platz. Nach der Aufbringung der Gelder kam es darauf an, die Sanierung richtig zu planen. Und da bin Ich Ihnen, lieber Wifried Kühn besonders dankbar, dass wir Sie mit Ihrem Büro Kühn Malvezzi als Architeketen gewinnen konnten. Damit war sichergestellt, dass das Gebäude des Oldenburger Kunstvereins im Zuge der Sanierung auch modernisiert und gemäß den Erfordernissen von Ausstellungen der Gegenwartskunst weiter entwickelt werden konnte. Dazu, meine sehr geehrten Damen und Herren, hören Sie gleich mehr von Herrn Prof. Kühn selber.
Erfahrungsgemäß tauchen bei einer Sanierung noch zusätzliche notwendige Maßnahmen auf. Dass wir die auch noch bewältigen konnten verdanken wir dem Land Niedersachsen und der großzügigen Förderung der Bremer Landesbank. Sehr geehrter Herr Minister Stratmann, für Ihre Hilfe hierbei danke ich Ihnen und Frau Dr. Schwandner vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur ganz besonders, ebenso auch für Ihre unkomplizierte und bürgernahe Vorgehensweise.
Dass unser Qualitätsanspruch ungebrochen ist, zeigen wir mit unserer ersten Ausstellung im neuen Gebäude. Dear Elina Brotherus, I am extremely grateful for your readiness to be the first artist to be presented in our new facilities, Thank you also very much for being with us tonight. Elina Brotherus umfassender künstlerischer Ansatz und seine Umsetzung sind für unseren heutigen Anlass besonders geeignet. Sie stellt sich sehr grundsätzlich dem Anliegen von Kunst am Beispiel der Malerei über das Medium der Fotografie. Entsprechend widmet sie sich jenen Problemen, die die Maler seit Jahrhunderten beschäftigen: Licht und Farbe, Komposition und Figur. Ihre Bilder kommen in unseren neuen Räumen wunderbar zur Geltung. Auf Grund der heutigen Eröffnungsfestlichkeiten haben wir einen Vortrag zu den Arbeiten von Elina Brotherus durch Michael Stoeber für den 4. Dezember vorgesehen. Ich hoffe sehr, dass wir Sie dann im neuen Kunstverein erneut begrüßen können. Meine Damen und Herren, Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit Zurück zum Seitenanfang
“Wenn wir wollen, dass alles bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich verändert.“ Giuseppe Tomasi di Lampedusa Der Oldenburger Kunstverein ( OKV ) ist über 164 Jahre alt und damit eine der ältesten Einrichtungen bürgerschaftlichen Engagements in seiner Region. Seine Mission ist die Vermittlung zeitgenössischer Kunst im Nordwesten Deutschlands. Auf den letzten Mitgliederversammlungen wurde auf die schlechte Bausubstanz des Kunstvereins hingewiesen. Seit Errichtung des Gebäudes vor vierzig Jahren sind – auf Grund der seit jeher sehr engen finanziellen Verhältnisse – keine grundlegenden Ausbesserungen und Renovierungen vorgenommen worden
Er hat allerdings ein bemerkenswertes Sachvermögen in seiner Sammlung und somit konnte das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg vom Oldenburger Kunstverein mit Spenden der Wirtschaft, der Kulturstiftung der Länder und dem Land Niedersachsen das Bild "Mittag in der Marsch" von Erich Heckel erwerben. Dies versetzt den Oldenburger Kunstverein in die Lage, mit zusätzlicher Unterstützung der Stiftung Niedersachsen, die dringende Sanierung und Umgestaltung seiner Räume vorzunehmen.
Mit dieser grundlegenden Sanierung und Ausrichtung auf einen zeitgemäßen Ausstellungsbetrieb sichern wir dem OKV unsere mit viel Engagement seit Jahrzehnten erarbeitete Position als einer der führenden Kunstvereine Deutschlands. Nach heutiger Planung
können wir mit den Baumaßnahmen ab August beginnen, der OKV wird dann bis
November geschlossen bleiben. Für die Wiedereröffnung liegt eine vorläufige
Planung vor. Der Vorstand |
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