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Oldenburger Kunstverein

Historie des OKV

Veranstaltungskalender: Ausstellungen,
Literatur,
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Die Historie des OKV

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Historie des OKV


Überblick

Der Oldenburger Kunstverein zählt zu den ältesten Kunstvereinen Deutschlands. Er wurde 1843 zur „Belehrung über Kunstgegenstände und Förderung des Kunstsinns" gegründet und übernahm schnell eine zentrale Rolle im kulturellen Leben der Stadt. Als erstes eigenes Domizil bezog er 1867 das repräsentative „Augusteum“, in dem auch die herzogliche Gemäldegalerie untergebracht war. Rund 100 Jahre nach seiner Gründung baute und bezog er dann ein kleinere aber moderne und zeitgemäße Ausstellungshalle.

Nach 1945 erweiterte der Oldenburger Kunstverein seine Arbeit und bietet seither auch Kammerkonzerte und ein Literatur- und Vortragsprogramm in dem er die aktuelle Kunst- und Kulturpolitische Debatte initiiert und pflegt. Er gehörte zu den wenigen Einrichtungen, die sich sehr früh und ausführlich auch für Kunst aus den damals sozialistischen Staaten öffneten. Ebenso setzte er sich früh mit der Fotografie als eigenständige Kunstgattung und den neuen Medien auseinander und präsentierte interaktive und interdisziplinäre Projekte.

Mit seinen Programmangeboten der verschiedenen Sparten und durch Kooperationsprojekte ist der Oldenburger Kunstverein heute ein unverzichtbarer und aktueller Impulsgeber für die lokale und regionale Kunst- und Kulturszene. In einer Zeit, die nach Verstärkung des bürgerschaftlichen Engagements ruft, stellt er mit Überzeugung die Leistungsfähigkeit und Qualität ehrenamtlicher Arbeit unter Beweis.

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Programm

Ausstellungen
Seit seiner Gründung hat der Oldenburger Kunstverein über 850 Ausstellungen gezeigt, die sich auf wichtige nationale und internationale künstlerische Positionen konzentrieren und vor allem auch aktuelle Trends in der Kunstentwicklung aufzeigen. Nicht das Bewährte und Etablierte, sondern das Junge, Überraschende und auch Sperrige zu zeigen – solch ein Programmkurs ist risikoreich, weil er nicht die Erwartungen des Event - Publikums bedient. Der Oldenburger Kunstverein steuert diesen Kurs, weil es ihm auch um Förderung des Sehens geht, um einen kritischen Diskurs und um Neugier auf Zukunft.

Im Rückblick der letzten 15 Jahre wurde die Vorausschau des Oldenburger Kunstvereins oftmals bestätigt. Junge Künstler, wie 1995 Jörg Sasse, 1996 Thomas Ruff, 2000 John Bock oder jüngst Michael Beutler oder Thomas Zipp, die ihre ersten institutionellen Einzelausstellungen hier zeigten, zählen heute zu den Stars der internationalen Kunstszene und sind aus der aktuellen Kunstgeschichte nicht wegzudenken.

Literaturveranstaltungen
Aus verschiedensten Richtungen werden schlaglichtartig literarische Tendenzen vorgestellt, die zeittypisch sind und die in den Bildenden Künsten ihre Entsprechung finden. Dazu gehört z.B. das Oldenburger Literaturgespräch mit dem Schriftsteller
Klaus Modick, in dem Experten aus dem Literaturbetrieb zeitcharakteristische Erscheinungen diskutieren. Dazu gehören auch interdisziplinäre Veranstaltungen wie die Reihe Kunst im Gespräch die sich zwischen Zeitgeschehen, Philosophie und Bildender Kunst bewegt, oder die Frage, warum Thomas Mann uns heute als zentrale Figur der gerade abgetretenen Moderne gilt.

Meisterkonzerte
Für die seit 1946 organisierte Konzertreihe der Meisterkonzerte werden international bekannte Solisten und Ensembles verpflichtet, die Kammermusik vom Barock bis zur Gegenwart präsentieren. Derzeit werden jährlich sieben Meisterkonzerte veranstaltet. Sie finden gute Resonanz und sind zu 80% ausabonniert.
Ein erklärtes Ziel ist es, nicht nur Werke der klassischen Tradition, sondern auch Kompositionen des 20. Jahrhunderts vorzustellen. Ein weiteres Ziel ist es, neben der Präsentation internationaler Größen die Nachwuchsförderung nicht zu vernachlässigen; deshalb gehört der Oldenburger Kunstverein dem Veranstalterring der „Bundesauswahl Konzerte junger Künstler“ an und bringt jedes Jahr ein Konzert aus diesem Angebot.

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Rechtliches

Der Oldenburger Kunstverein ist ein altrechtlicher Verein. Er hat gemäß Verfügung des Oldenburgischen Ministeriums vom 31.7.1867 die Eigenschaft einer juristischen Person (Quelle: Gesetzblatt für das Herzogtum Oldenburg, Band 20 1867-1868, S. 394, Nr. 53.) und wird bei der Bezirksregierung Weser-Ems unter dem Aktenzeichen 122 00 01 geführt.

Der Oldenburger Kunstverein ist als gemeinnützig anerkannt.

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Literatur

  • 150 Jahre Oldenburger Kunstverein. 1843-1993.; Oldenburger Kunstverein (Hrsg.); Texte: Manfred Dierks, Barbara Sellin, Jürgen Weichardt u.a.; Oldenburg 1993; ISBN 3-89442-144-4
  • Archiv und Sammlung des Oldenburger Kunstvereins; Oliver Gradel; Isensee; ISBN 978-3-89598-864-6
  • Das Augusteum in Oldenburg - Grossherzogliches Kunstmuseum und Ausstellungshalle des Oldenburger Kunstvereins (1867-1918): Vortrag für den Verein Lebendiges ... e.V. im Oldenburger Schloss am 1. April 1998 (Taschenbuch); ISBN 978-3895985614

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Weblinks

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Historie

1843 bis 1868

DIE BÜRGER WOLLEN KUNST

Der Oldenburger Kunstverein entstand im Rahmen einer allgemeinen "Bürgerbewegung für die Kunst". Sie wollte neben dem Hof das kulturelle Leben in der Stadt mitgestalten. In vielen deutschen Großstädten gründete die kulturbeflissene bürgerliche Gesellschaft solche Vereinigungen, um Kunst — insbesondere auch junge und zeitgenössische — präsentieren und fördern zu können. Heute arbeiten in Deutschland ungefähr 200 dieser Vereine, die in ihren Aktivitäten zwischen Museum, Kunsthalle und Galerie angesiedelt sind. Sie sind unverzichtbarer Teil der Kunstszene geworden. Die Oldenburger Initiative ging von den Mitgliedern des "Literarisch-Geselligen Vereins" von 1839 aus. Sie regten an, die bisher kaum zugänglichen großherzoglichen Kunstschätze der Öffentlichkeit "lehrhaft" vorzuführen und gleichzeitig Bilder der neuesten Zeit auszustellen.

1842/43
Knapp dreiwöchige Subskription für einen Kunstverein. 203 Personen wollen Mitglied werden.
1843
Offizielle Gründung des Vereins am 22. Januar.
Aufgabe laut Satzung: "Belehrung über Kunstgegenstände und Förderung des Kunstsinns". Der Großherzog und seine Frau lassen sich als Mitglieder eintragen. Damit beginnt eine enge Förderbeziehung des Fürstenhauses zum OKV bis 1918. Eröffnung der ersten Ausstellung am 19. Februar im Casino. Sie dauert drei Tage und zeigt 39 Exponate — von Ansichten altägyptischer Architektur in Reproduktionen bis zu Originalarbeiten heimischer Künstler. Es folgen elf weitere kurze Ausstellungen, überwiegend mit Reproduktionen. Programmhefte geben lehrhafte Kommentare. Die Mitgliederzahl steigt auf 267.
1847
Verlegung der Ausstellungen in die neue herzogliche Bibliothek am Damm.
1848
Starker Rückgang der Aktivitäten im Revolutionsjahr. Mit der Ausstellung "Die Geschichte des deutschen Volkes" von Karl H. Hermann ergreift der Verein Partei und zeigt sich emanzipiert.
1857
Der Großherzog schenkt dem Verein einen Bauplatz an der Elisabethstraße und bewilligt 10 000 Taler Baukostenzuschuss. Die 100. Ausstellung zeigt überwiegend Werke von Oldenburger Künstlern und ist ein großer Erfolg. Der OKV wechselt für zehn Jahre wieder als Gast ins Casino. Filialvereine in Jever und Varel werden mit Ausstellungen versorgt.
1864
Der Kunstverein und der Denkmalsverein, der Großherzog Paul Friedrich August ehren möchte, erteilen dem Architekten Heinrich E. Klingenberg den Bauauftrag für eine Kunsthalle.
1867
Eröffnung des "Augusteums". Der Kunstverein ist gesellschaftlicher Treffpunkt. Laut neuer Satzung soll der Verein eine Sammlung aufbauen, um "den Sinn für bildende Kunst zu wecken, zu erhalten und auszubreiten".

1868 bis 1918

DIE MODERNE HAT ES SCHWER

Das Publikum in Oldenburg wie anderswo schwärmt für die Spätromantik, für Historienbilder und für realistische Landschaften. Die Maler des Impressionismus finden (noch) keine Anerkennung. Die Arbeit des Vereins ist auf ihre Weise zeitnah: Viele junge, jedoch kaum moderne Künstler werden gezeigt. Der Geschmack des Oldenburger Publikums hat sich nach 50 Jahren Arbeit kaum entwickelt. Das Interesse an Ausstellungen erlahmt, die Besucherzahlen gehen zurück. Um die Jahrhundertwende dringen junge Künstler auf Beteiligung an der Vorstandsarbeit.

Mit den Ausstellungen der "Brücke"-Maler 1908 und 1910 erlebt der OKV eine Sternstunde in seiner Geschichte. "Ob dies das Morgenrot einer neuen Ära des farbigen Ausdrucks ist?", fragt der Kritiker der Oldenburger Nachrichten.

1870/71
Die kriegsbedingte Beschlagnahmung des Augusteums unterbricht die Ausstellungsaktivitäten.
1890
Der OKV hat rund 460 Mitglieder.
1893
Feier zum 50. Jahrestag der Gründung. Unter den ausstellenden Künstlern sind der 22-jährige Student Bernhard Winter, der sechs Jahre ältere Georg Müller vom Siel und der 30-jährige Richard tom Diek.
1901
300. Ausstellung — pro Jahr werden nicht mehr als vier Ausstellungen präsentiert.
1904
Anschluss des Vereins Oldenburger Kunstfreunde an den OKV. Unter Mitwirkung des Oldenburger Künstlerbundes (gegründet 1904), des Galerievereins und des Oldenburgischen Staates wird eine "Staatliche Galerie" im Augusteum gegründet.
1908
Erste regionale Einzelausstellung der "Brücke"Maler Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel.
1910
Die "Brücke"-Maler werden ein zweites Mal präsentiert, dazu Arbeiten der Oldenburger Malerin Emma Ritter.
1913
Eine Erweiterung des Augusteums wird geplant. Der Krieg und die Abdankung des Großherzogs verhindern jedoch die Realisierung.
1918
Im Herbst wird der 75. Jahrestag der Vereinsgründung begangen.

1918 bis 1945

NACH HUNDERT JAHREN FREMDBESTIMMT

Die Zwanziger Jahre bringen auch in die Kulturszene Oldenburgs frischen Wind. Der Kunstverein allerdings bleibt bei einer bedächtigeren Ausstellungspolitik. Er setzt sich nach 1918 mit dafür ein, Schloss und Herzogliche Gemäldesammlung als Kulturgut der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Ausstellungen bemühen sich, auch aktuelle junge Kunst vorzustellen. In größeren Grafikausstellungen sind Arbeiten von Lovis Corinth, Max Liebermann, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Max Beckmann zu sehen. Die wichtigere Rolle hierfür spielt allerdings die 1922 gegründete Vereinigung für Junge Kunst.

Der Nationalsozialismus und die aggressive NS-Kunstpolitik machen es dem Kunstverein noch vor der Gleichschaltung 1937 unmöglich, modernste Kunst auszustellen. Der OKV zeigt nur noch regionale Kunst und Einzelausstellungen von Oldenburger Jubilaren wie Anna Martens, Bernhard Winter und Wilhelm Kempin; ferner Möbel, Kunst am Bau und historische Ausstellungen. In den letzten beiden Kriegsjahren gibt es keine Ausstellungen mehr.

1918
Ausstellung im Herbst zum 75. Jahrestag der Gründung mit Arbeiten überwiegend von Künstlern aus Oldenburg und Wilhelmshaven. Ferner werden Werke aus der Großherzoglichen Sammlung gezeigt, u.a. von Georg Müller vom Siel, Helene Strack und Johann Heinrich Wilhelm Tischbein.
1920
Die Kupferstichsammlung wird eigene Abteilung des Kunstvereins.
1922
Die Zahl der Vereinsmitglieder ist mit 1 152 sensationell hoch.
1933
Der Vorstand konzipiert eine umfangreiche Gau-Ausstellung, die Bremer und Oldenburger Künstlerbund miteinander vereinigen soll. Sie wird von Gauleiter Röver unterstützt. Behörden, Schulen und Parteiorganisationen werden verpflichtet, die Ausstellung zu besuchen. Gegen Jahresende Kontrolle des OKV durch die Landesleitung Weser-Ems der NS-Reichskammer der bildenden Künste.
1937
Im September werden Frontbilder des Ersten Weltkriegs von Otto Engelhardt-Kyffhäuser gezeigt. Die Kritik lobt die Realistik der Darstellung "… einer deutschen Treue, geboren aus dem stillen Heldentum des deutschen Mannes". Im Oktober Gleichschaltung des OKV auf Druck der Reichskammer der bildenden Künste durch Satzungsänderungen: Der Vereinsvorstand wird künftig von der Reichskammer ernannt.
1938
Die Mitgliederzahl des Kunstvereins sinkt auf den Tiefststand von 292.
1943
Zum 100. Geburtstag des Vereins gibt es keine festliche Veranstaltung. Die Ausstellungsaktivitäten kommen bis zum Kriegsende zum Erliegen. Das Augusteum wird zur Hälfte als Ersatz für das zerstörte Landgericht genutzt.

1945 bis 1973

AUFBRUCH ZU EUROPÄISCHEM DENKEN

Der Zweite Weltkrieg hatte das kulturelle Leben der Stadt mehr oder minder zum Erliegen gebracht. Doch nach dem Zusammenbruch nimmt auch die Kultur in der Stadt einen kontinuierlichen Aufschwung. Der Kunstverein macht es sich zur zunächst wichtigsten Aufgabe, das ungeheure Defizit an Informationen über den Stand der zeitgenössischen Kunst außerhalb Deutschlands abzutragen und den Diskurs über die kulturelle Entwicklung in Europa in Gang zu bringen; er richtet Vortragsreihen zur Kunst und Literatur aus und bietet Kammermusikkonzerte an. Durch kluge Ausstellungspolitik wird der OKV zu einem national begehrten Ausstellungsort. Er gehört zu den wenigen Einrichtungen, die sehr früh und ausführlich auch Kunst aus den damals sozial

1945
Erstes Treffen eines vorläufigen Vorstandes am 29. August. Der OKV kommt im Landesmuseum im Schloss unter. Am 28.Oktober Eröffnung der ersten Nachkriegsausstellung: "Kunst der Gegenwart". Zuvor wurde bereits ein Vortrag von Pastor Dr. Schröder über "Kunstschaffen und Kunstgenuss" angeboten. Die zweite Ausstellung vor Weihnachten zeigt "Lebende Kunst in Oldenburg und Ostfriesland".
1946
Mit einem Konzert im Großen Saal des Schlosses startet der OKV am 29. Juni seine musikalischen Veranstaltungen. 3 500 Besucher sehen die Ausstellung mit Arbeiten von Franz Radziwill.
1947
Mit Arbeiten junger Oldenburger Maler und Werken Alter Meister ziehen die "Oldenburger Kulturtage" im Januar viel Publikum an. Die Mehrheit hält sich dabei jedoch an das Bekannte und Bewährte. Am 19. Juni findet die erste Mitgliederversammlung nach dem Krieg statt.
1948
Das Augusteum wird langfristig an die Justizbehörden vermietet.
1954
Erstmals Vergabe von Reisestipendien als Künstlerförderung.
1957
Aus der Ausstellung "Maler der Brücke in Dangast" werden zwölf Arbeiten von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Emma Ritter für die Sammlung des Kunstvereins erworben.
1966
Der Vorstand beschließt einen Neubau im Garten des Augusteums, da eine Umgestaltung des Altbaus für moderne Ausstellungszwecke nicht finanzierbar ist.
1968
Mit einer Ausstellung internationaler Grafik wird am 11. Februar das neue Ausstellungsgebäude eröffnet. Dabei werden erstmals Künstler aus dem Osten und Westen Europas gemeinsam gezeigt.

1973 bis 2003

INTERNATIONALER KURS UND KOOPERATIONEN

Der "Demokratische Aufbruch" und die Gegenbewegung zum etablierten Kulturbetrieb verändern das Kulturverständnis. Die "Neue Kulturpolitik" führt zu einem breiten Ausbau der kulturellen Angebote. Allerdings führt die Frage nach der Finanzierbarkeit bald zu anderen Weichenstellungen: Kulturangebote müssen sich in der Konkurrenz auf dem "Kulturmarkt" bewähren. Die Krise der öffentlichen Haushalte macht die Unterstützung durch Sponsoren zunehmend wichtig. In der Arbeit des Kunstvereins spiegelt sich die Stimmung der Siebziger Jahre in einem experimentierfreudigen Programm. Der OKV hat in allen Programmfeldern seinen unumstrittenen Platz in der städtischen Kunstszene. In den Bereichen Film (bis 1983) und Literatur werden aktuelle Diskussionen aufgenommen. Das sehr anspruchsvolle kammermusikalische Programm pflegt die klassisch-romantische Tradition, bietet aber auch Ausblicke auf die Musik des 20. Jahrhunderts. Die Kunstausstellungen sind konsequent international orientiert und zeigen die wichtigsten Trends in der Kunstentwicklung. So stellt der OKV bereits früh die neuen Medien aus, diskutiert den "Stand der Architektur" oder setzt auf interaktive Raum-Klang-Experimente. Auf die Erfordernisse des aktuellen Kunstbetriebes reagiert der Verein mit der Berufung einer Geschäftsleitung. Mit Kooperationen inner- und außerhalb Oldenburgs stärkt er sich für die nächste Zukunft.

1976
Verkauf des Augusteums an das Land Niedersachsen, das die Ausstellungsräume dem Landesmuseum angliedert. Erste Ausstellung über Foto, Film und Video als neue Medien in der Kunst.
1977
Start der Filmreihe mit Jean Cocteaus "Orphée".
1979
Mit einer Lesung von Gabriele Wohmann beginnt die Reihe der Autorenlesungen im OKV. Umzug der "Meisterkonzerte" vom Großen Saal des Schlosses in den neu gestalteten Plenarsaal des ehemaligen Landtags.
1987
Ausstellung der "100 Blätter" von Horst Janssen.
1989
Die Performance von Ulrike Rosenbach ist einer der Höhepunkte der Vereinsaktivitäten.
1991
Mit der erneuten Präsentation des Zeichners Horst Janssen trägt der OKV zur wachsenden Bekanntheit des Künstlers in der Stadt bei. Im Jahr darauf erhält Janssen die Ehrenbürgerwürde der Stadt.
2000
Doppel-Ausstellung von Arbeiten der Künstlerin Valie Export gemeinsam mit dem neuen Edith-Russ-Haus für Medienkunst.
2002
Materialien zu Inventar und Sammlung des OKV werden aufgearbeitet und von Oliver Gradel publiziert.
2003
    Erstmals wird zur Standortbestimmung und Planung zukünftiger Aktivitäten eine systematische Mitgliederbefragung durchgeführt.
    Feier des 160-jährigen Bestehens. Seit seiner Gründung hat der Oldenburger Kunstverein etwa 850 Ausstellungen gezeigt.
     
    Autorin der Historie: Dr. Irmtraud Rippel-Manß

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  Umgestaltung des OKV im 4.Quartal 2007

NEUER RAHMEN FÜR DIE KUNST


Pressemitteilung: NEUER RAHMEN FÜR DIE KUNST

Begrüßungsansprache zur feierlichen Wiedereröffnung

Fotogalerie des Kunstvereins und der Eröffnungsfeierlichkeiten

Rückblick auf die Planung der Neugestaltung
 

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Pressemitteilung

NEUER RAHMEN FÜR DIE KUNST

Architekturbüro Kühn Malvezzi gestaltete Oldenburger Kunstverein um

16. November 2007  -  Ein großzügiger Kunstraum ohne Winkel und Nischen, Verdoppelung der Wandhängefläche, eine völlig neue Eingangssituation: Das Ausstellungsgebäude des Oldenburger Kunstvereins (OKV) hat ein neues Erscheinungsbild.

Das Berliner Architekturbüro Kühn Malvezzi, das sich unter anderem mit einer Reihe von Museums- und Kunstbauten international einen Namen gemacht hat, modernisierte den sanierungsbedürftigen Bau aus den 60er Jahren, so dass er ästhetisch und funktional den Erfordernissen des zeitgenössischen Kunstbetriebes gewachsen ist.
Die Raumkonzeption des alt gewordenen Gebäudes hatte unter anderem die Präsentation großer Formate und Objekte erheblich beeinträchtigt und temporäre kostspielige Ausstellungslösungen erforderlich gemacht. Auch veraltete Technik und Lichtverhältnisse standen den gestiegenen Ansprüchen an moderne Rahmenbedingungen für Kunst im Wege.

Das neu gestaltete Gebäude in direkter Nachbarschaft zum historistischen Augusteum, dem ersten Kunstmuseum Oldenburgs, wird am 16. November in einer Festveranstaltung mit dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann und dem früheren Bundespräsidenten Roman Herzog eingeweiht. Zugleich wird die Ausstellung „The new Painting“ der jungen finnischen Fotokünstlerin Elina Brotherus eröffnet, deren aktuelle großformatige Arbeiten als Antwort auf die klassischen Fragen der Malerei verstanden werden.

Ab 17. November ist der OKV wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.


Wilfried Kühn habe mit seinem Entwurf ein großartiges Forum für zeitgenössische Kunst geschaffen, so die Vorsitzendes des Oldenburger Kunstvereins, Gertrude Wagenfeld-Pleister. Das sei auch für die Stadt Oldenburg ein Gewinn und schärfe das Profil Oldenburgs als Kunststadt. Vielleicht entwickle sich in Verbindung mit dem ambitionierten Ausstellungsprogramm des OKV sogar ein Hauch von „Bilbao-Effekt“.

Der 1843 gegründete Oldenburger Kunstverein gehört zu den wegweisenden unabhängigen Einrichtungen für Gegenwartskunst in Nordwestdeutschland. Mit seinen  Ausstellungen wichtiger nationaler und internationaler künstlerischer Positionen ist er überregional anerkannt. Da er nur in sehr kleinem Umfang aus öffentlichen Mitteln gefördert wird (rund 10 Prozent des Gesamtetats), musste er auch für die Finanzierung des Umbaus ein besonderes Konzept finden: Er verkaufte aus der eigenen Sammlung Erich Heckels „Mittag in der Marsch“.

Das Gemälde, das seit den 1950er Jahren im Landesmuseum Oldenburg für Kunst und Kulturgeschichte als Dauerleihgabe zu sehen ist, wurde in einer Gemeinschaftsaktion des Landes Niedersachsen, der Kulturstiftung der Länder und der Oldenburger Wirtschaft für das Landesmuseum gekauft.

Der Erlös von 300 000 Euro sicherte dem Oldenburger Kunstverein den größten Teil der Umbau-Finanzierung. Weitere 100 000 Euro kamen von der Stiftung Niedersachsen. Den Rest steuerten ortsansässige Sponsoren bei.

Finanzielle Unterstützung kam im Einzelnen von:

Stiftung Niedersachsen, Land Niedersachsen, Kulturstiftung der Länder, Bremer Landesbank, EWE und EWE Stiftung, Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg, VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und Raiffeisenbank Oldenburg und Oldenburgische Landesbank, das Hotel Altera und die Ernst Schnetkamp Beteiligungs GmbH.

Außerdem gab es zahlreiche Sachspenden von Firmen aus Oldenburg und Umgebung:

Firma Friedrich Ahlers , Baumschule Bruns, Möbel Behrens, Firma Coldewey, Bedachungsunternehmen Heick und Firma Cassens.

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Begrüßung durch die Vorstandsvorsitzende Gertrude Wagenfeld-Pleister

zur feierlichen Wiedereröffnung des Oldenburger Kunstvereins

am 16. November 2007

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, liebe Baronin Berlichingen, sehr geehrter Herr Minister Stratmann, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Prof.  Schwandner, liebe Sponsoren, Freunde und Helfer des Oldenburger Kunstvereins, meine sehr geehrten Damen und Herren, das Thema   „Oldenburg und die zeitgenössische Kunst“ bietet Stoff für unendliche Diskussionen. Heute lässt es sich in einem Satz zusammenfassen: Gemeinsam haben wir es geschafft, der zeitgenössischen Kunst angemessen Raum zu geben.

Diese Tatsache beweist die Offenheit unserer Stadt für Engagement, Kreativität, Provokation, Kritik, Sensibilität und alle weiteren Funktionen, Eigenschaften und Merkmale, die die zeitgenössische Kunst ausmachen.

Es ist eine wunderbare Erfahrung,  dass gerade die wichtigsten Institutionen aus Wirtschaft und Gesellschaft unserer Region und unseres Landes dieses Bekenntnis abgeben. Und es ist eine ganz besondere Auszeichnung, dass Sie, Herr Bundespräsident Professor Herzog, unseren Kunstverein durch Ihre Bereitschaft, den Festvortrag zur Einweihung unseres neuen Ausstellungsraumes zu halten, auch von höchster bundesweiter Kompetenz den Segen geben.

Unser heutiges Fest steht im Zeichen der Kontinuität der Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Angefangen hat unser Kunstverein im Augusteum. Sein heutiges Profil erhielt er nach Verkauf des Augusteums an das Land Niedersachsen und dem Einzug in dieses Gebäude vor fast vierzig Jahren. Der Auftrag war eindeutig – die neue, noch nicht etablierte Kunst, sollte in Oldenburg ihr Forum finden. Diesen, der modernen Kunst verpflichteten Auftrag haben wir so erfolgreich erfüllt, dass uns heute ein zu seiner Zeit avantgardistisches Bild die Zukunftsfähigkeit sichert. Mit Unterstützung der Oldenburgischen Kreditanstalt, heute Bremer Landesbank, hat der Oldenburger Kunstverein in den fünfziger Jahren das Bild „Mittag in der Marsch“ von Erich Heckel erworben. Auf Grund der Verfehmung als entartete Kunst im dritten Reich war die Auseinandersetzung mit den Expressionisten in den fünfziger Jahren in Deutschland eine Voraussetzung für das Verständnis zeitgenössischer Kunst. Auf diese Brücke des Verständnisses hat unser Ehrenvorsitzender, Dr. Ummo Francksen, den ich heute Abend herzliche begrüße, immer wieder hingewiesen. Der Erwerb erfolgte mit der Auflage, das Bild als Dauerleihgabe dem Landesmuseum zur Verfügung zu stellen, und so hängt es heute, viel bewundert, gegenüber im Prinzenpalais.

Das Programm des Oldenburger Kunstvereins wurde seitdem insbesondere unter dem Vorsitz unseres Ehrenvorsitzenden Peter Reimers, immer aktueller und internationaler. Mit der Freude, lieber Peter, dass Du heute mit uns bist, verbinde ich auch den Dank für die gemeinsame Arbeit und Deine Unterstützung für das heute gefeierte Projekt.

Unser Ausstellungsprogramm wurde immer jünger, doch der nagende Zahn der Zeit machte unser Gebäude immer älter. Mit einer Eigenfinanzierungsquote zwischen 80 und 90 % reichte das Geld immer nur knapp aus, um den laufenden Ausstellungsbetrieb zu finanzieren – für die Instandhaltung des Gebäudes blieb einfach kein Geld. Dies führte zu einem Investitionsstau, dessen negative Auswirkungen auf die Nutzungsmöglichkeiten unseres Gebäudes immer drückender wurden.

Ein erstes Einsehen in unsere wachsende Notlage hatte die Stiftung Niedersachsen, die uns einen Zuschuss in Höhe von hunderttausend Euro in Aussicht stellte. Voraussetzung war allerdings, dass die Gesamtsanierung gesichert war. Erste Schätzungen ergaben ein Sanierungsvolumen von an die vierhunderttausend Euro. Woher sollte der Rest kommen?

Unser einziger Hoffnungsschimmer lag in unseren Eigentumsrechten an dem Bild von Erich Heckel. Allerdings war uns auch klar, dass das Bild in Oldenburg bleiben musste. Und so kamen wir – insbesondere ermutigt durch Herrn Rimpler, damals im Vorstand der Bremer Landesbank gemeinsam mit Herrn Prof. Küster vom Landesmuseum auf die Idee, die Eigentumsrechte gegen die Zahlung von dreihunderttausend Euro auf das Landesmuseum zu übertragen und damit den Besitz des Bildes für Oldenburg endgültig zu sichern. In einer grandiosen Gemeinschaftsaktion wurden die Mittel von der Kulturstiftung der Länder, dem Land Niedersachsen und herausragenden Oldenburger Unternehmen, der Bremer Landesbank, der EWE, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Öffentlichen Versicherung aufgebracht. Das Geld floss direkt an das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, und dann an uns weiter – und so war die Finanzierung der Sanierung des Oldenburger Kunstvereins gesichert. Dafür, dass das möglich wurde, möchte ich Ihnen, lieber Herr Rimpler, sowie Herrn Dr. Kaulvers von der Bremer Landesbank, Herrn Dr. Brinker von der EWE, Herrn Grapentien von der LZO und Herrn Thole von der Öffentlichen Versicherung, Frau Pfeifer-Poensgen von der Kulturstiftung der Länder und Ihnen, sehr geehrter Herr Minister Stratman für das Land Niedersachsen, sehr herzlich danken. Das Schöne ist: Das Bild, das so viel bewirkt hat, hängt immer noch am selben Platz.

Nach der Aufbringung der Gelder kam es darauf an, die Sanierung richtig zu planen. Und da bin Ich Ihnen, lieber Wifried Kühn besonders dankbar, dass wir Sie mit Ihrem Büro Kühn Malvezzi als Architeketen gewinnen konnten. Damit war sichergestellt, dass das Gebäude des Oldenburger Kunstvereins im Zuge der Sanierung auch  modernisiert und gemäß den Erfordernissen von Ausstellungen der Gegenwartskunst  weiter entwickelt werden konnte. Dazu, meine sehr geehrten Damen und Herren, hören Sie gleich mehr von Herrn Prof. Kühn selber.

Sanierung und Umbau bedeuten immer Stress, aber rückblickend kann ich feststellen, dass es eine Freude war mit der Firma Ahlers als Generalunternehmer und den Oldenburger Firmen und Handwerkern zusammen zu arbeiten. Sie haben nicht nur perfekte Arbeit geleistet, sondern uns zusätzlich durch Sachspenden unterstützt. Es war großartig, wie der Dachdecker Heick uns beim Dach mit einer Sachspende großzügig unterstützte, weil es ihm gegen seine Handwerkerehre ging, uns nur eine gerade ausreichende Dachkonstruktion einzubauen. Weitere Sachspenden erhielten wir in Form eines hochwertigen Regals von der Firma Ahlers, die Sanitäranlagen von der Firma Cassens, die Küche von der Firma Möbel Behrens in Bad Zwischenahn, eine Leinwand von der Firma Coldewey und die Pflanzen von der Baumschule Bruns. Für die Gestaltung des Archivs wurden wir von der OLB erheblich unterstützt, für den Eingangsbereich erhielten wir von der VR Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Raiffeisenbank Oldenburg eG eine hohe Spende, die EWE hat uns mit einem großzügigen Vertrag bei der Heizungsanlage und die Ernst Schnetkamp Beteiligungsgesellschaft und das Altera Restaurant haben uns bei dem Empfang für den heutigen Abend unterstützt. Neben ihrem materiellen Effekt sind diese Hilfen natürlich ein ganz großartiges breit angelegtes Bekenntnis zum Oldenburger Kunstverein.

Erfahrungsgemäß tauchen bei einer Sanierung noch zusätzliche notwendige Maßnahmen auf. Dass wir die auch noch bewältigen konnten verdanken wir dem Land Niedersachsen und der großzügigen Förderung der Bremer Landesbank. Sehr geehrter Herr Minister Stratmann, für Ihre Hilfe hierbei danke ich Ihnen und Frau Dr. Schwandner vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur ganz besonders,  ebenso auch für Ihre unkomplizierte und bürgernahe Vorgehensweise.

Jetzt ist der gemeinschaftliche Kraftakt trotz sehr ungünstiger Wetterbedingungen gerade noch rechtzeitig fertig geworden und der Ausstellungsbetrieb kann weitergehen. Diese fantastische Ausstellungshalle ist für uns ein besonderer Ansporn. Wir können ihm allerdings nur gerecht werden, wenn unsere Sponsoren und Freunde uns gewogen bleiben und unsere Ausstellungen auch im nächsten und in den weiteren Jahren fördern. Das Engagement für unser Gebäude war nur sinnvoll, wenn wir die Mittel erhalten, es auch künftig entsprechend bespielen zu können. Nutzen wir die Möglichkeiten, die wir jetzt in Oldenburg haben!

Dass unser Qualitätsanspruch ungebrochen ist, zeigen wir mit unserer ersten Ausstellung im neuen Gebäude.

Dear Elina Brotherus, I am extremely grateful for your readiness to be the first artist to be presented in our new facilities, Thank you also very much for being with us tonight.

Elina Brotherus umfassender künstlerischer Ansatz und seine Umsetzung sind für unseren heutigen Anlass besonders geeignet. Sie stellt sich sehr grundsätzlich dem Anliegen von Kunst am Beispiel der Malerei über das Medium der Fotografie. Entsprechend widmet sie sich jenen Problemen, die  die Maler seit Jahrhunderten beschäftigen: Licht und Farbe, Komposition und Figur. Ihre Bilder kommen in unseren neuen Räumen wunderbar zur Geltung.

Auf Grund der heutigen Eröffnungsfestlichkeiten haben wir einen Vortrag zu den Arbeiten von Elina Brotherus durch Michael Stoeber für den 4. Dezember vorgesehen. Ich hoffe sehr, dass wir Sie dann im neuen Kunstverein erneut begrüßen können.

Meine Damen und Herren,
wovon das Herz voll ist, davon läuft der Mund über. Natürlich darf am heutigen Tage der Dank an den Vorstand und das Team des OKV, und hier insbesondere Frau Dr. Corinna Otto nicht fehlen. Besonderer Dank auch an die Bauverantwortlichen, Frau Eeckhoff-Rusch von der Firma Ahlers und Vincent Rahm vom Büro Kühn Malvezzi. Dank auch an unseren Kulturdezernenten Martin Schumacher für seine spontane Hilfe. Er hatte immer ein offenes Ohr für unsere Probleme. Ich habe Sie hoffentlich nicht zu sehr mit meiner Dankbarkeit darüber, dass der heutige Abend möglich wurde, genervt. Gott sei Dank werde ich jetzt durch Herrn Minister Stratmann und Herrn Oberbürgermeister Prof. Schwandtner mit ihren Grußworten abgelöst.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

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Fotogalerie des Kunstvereins und der Eröffnungsfeierlichkeiten
 

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Rückblick auf die
Planung der Neugestaltung

 

“Wenn wir wollen, dass alles bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich verändert.“

Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Der Oldenburger Kunstverein ( OKV ) ist über 164 Jahre alt und damit eine der ältesten Einrichtungen bürgerschaftlichen Engagements in seiner Region. Seine Mission ist die Vermittlung zeitgenössischer Kunst im Nordwesten Deutschlands.

Auf den letzten Mitgliederversammlungen wurde auf die schlechte Bausubstanz des Kunstvereins hingewiesen. Seit Errichtung des Gebäudes vor vierzig Jahren sind – auf Grund der seit jeher sehr engen finanziellen Verhältnisse – keine grundlegenden Ausbesserungen und Renovierungen vorgenommen worden

Die Einnahmesituation des OKV lässt auch heute hierfür keinerlei Spielraum.

Er hat allerdings ein bemerkenswertes Sachvermögen in seiner Sammlung und somit konnte das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg vom Oldenburger Kunstverein mit Spenden der Wirtschaft, der Kulturstiftung der Länder und dem Land Niedersachsen das Bild  "Mittag in der Marsch" von Erich Heckel erwerben.

Dies versetzt den Oldenburger Kunstverein in die Lage, mit zusätzlicher Unterstützung der Stiftung Niedersachsen, die dringende Sanierung und Umgestaltung seiner Räume vorzunehmen.

 



Hierfür konnte der Museumsarchitekt Wilfried Kühn vom Büro Kühn Malvezzi, Berlin und Wien, der unter anderem auch die Rieck – Hallen für die Sammlung Flick vom Hamburger Bahnhof, Berlin und die Binding Brauerei für die documenta 11 in Kassel umgebaut hat, gewonnen werden. Er hat eine Professur für Ausstellungsarchitektur in Karlsruhe und gilt als der gegenwärtig führende Architekt für Ausstellungs- und Museumsarchitektur.


Der vom Vorstand des OKV verabschiedete Plan ermöglicht es, den stark gealterten Bau zu sanieren und den heutigen Bestimmungen des Baurechts, der Energieeinsparverordnung, des Brandschutzes und der Behindertengerechtigkeit anzupassen.

Mit dieser grundlegenden Sanierung und Ausrichtung auf einen zeitgemäßen Ausstellungsbetrieb sichern wir dem OKV unsere mit viel Engagement seit Jahrzehnten erarbeitete Position als einer der führenden Kunstvereine Deutschlands.

Nach heutiger Planung können wir mit den Baumaßnahmen ab August beginnen, der OKV wird dann bis November geschlossen bleiben. Für die Wiedereröffnung liegt eine vorläufige Planung vor.

Die neue Saison soll am 17. November 2007 mit der Ausstellung „Elina Brotherus“, einer finnischen Fotokünstlerin, beginnen.

Wir freuen uns schon heute, Sie dann wieder begrüßen zu können!

Der Vorstand

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